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Veränderungen

Der Alterungsprozess verläuft bei Menschen mit geistiger Behinderung im Grossen und Ganzen gleich wie bei nicht behinderten Menschen. Er ist individuell sehr unterschiedlich. Weil sich Menschen mit geistiger Behinderung aber weniger gut ausdrücken können, ist eine achtsame Begleitung äusserst wichtig.

Der Alterungsprozess zeigt sich bei allen Menschen an körperlichen Veränderungen: So ergrauen zum Beispiel die Haare, die Seh- und Hörkraft lässt nach, das Skelett verändert sich, vielleicht nehmen die Leistungen einzelner Organe ab oder es fallen Zähne aus. Es kann aber auch zu einer Verringerung der Reaktionsfähigkeit kommen – ein Grund für viele Unfälle und Stürze bei älteren Menschen.

Dieser Prozess ist ganz normal – denn auch wenn die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen im Alter zunimmt, ist Altwerden und Altsein an sich noch keine Krankheit. Wenn älter werdende Menschen mit geistiger Behinderung erkranken, leiden sie an den gleichen Krankheiten, die auch sonst bei alten Menschen auftreten.

Als Folge der körperlichen Veränderung sind ältere Menschen weniger mobil, haben weniger Kraft und brauchen mehr Zeit, um Neues zu verarbeiten. Sie brauchen zunehmend Unterstützung bei den alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege, An- und Auskleiden, Essen usw. Das alles hat einen Einfluss auf die Möglichkeiten, das Leben zu gestalten.

Aufmerksam sein

Menschen mit einer geistigen Behinderung sind nicht immer in der Lage, ihre körperlichen Veränderungen auszudrücken und auftretende Schmerzen und Unwohlsein zu benennen.

Deshalb werden Veränderungen, die auf das Alter zurückzuführen sind, von der Umgebung manchmal nicht erkannt. Oder sie werden zwar wahrgenommen, aber nicht richtig interpretiert. Warum z.B. verlässt eine Person ihr Zimmer immer seltener und nimmt kaum noch am sozialen Leben teil? Weil Menschen mit einer geistigen Behinderung zum Teil früher altern als nicht behinderte, sucht man die Erklärungen oft in der Behinderung selbst. Dabei liegt der Grund im altersbedingten körperlichen Abbau aber ganz einfach bei der nachlassenden Sehkraft. Weil die Orientierung ausserhalb der eigenen vier Wände nicht mehr so gut ist, bleibt die betroffene Person vielleicht lieber ganz zu Hause. Es ist wichtig, Änderungen im Verhalten ernst zu nehmen und die Ursachen genau abzuklären.

Manchmal ist es jedoch schwierig, kleine Veränderungen im Alltag wahrzunehmen. Bezugspersonen, die die betroffene Person gut kennen, aber nicht tagtäglich mit ihr zusammen sind, haben unter Umständen die besseren Antennen. Je nachdem, wo eine Person lebt, können die Eltern oder die Geschwister als „Frühwarnsystem“ dienen. Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen spielen hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle.

Informiert sein

Menschen mit geistiger Behinderung können sich die Veränderungen, die in ihrem Körper vorgehen, nicht unbedingt erklären. Das mag daran liegen, dass sie ihren Körper und seine Funktionen zu wenig kennen.

So wie heute Sexualaufklärung selbstverständlicher Bestandteil des Schulstoffs ist, braucht es auch später Lerngelegenheiten, um mehr über den eigenen Körper zu erfahren. Zum Beispiel, welche Veränderungen beim Älterwerden auftreten, wie sich Erkrankungen auswirken und wie damit umgegangen werden kann. Mit den an ihre Bedürfnisse angepassten Mitteln und Methoden der Erwachsenenbildung sollen Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit erhalten, selber mitzuteilen, was sie an sich beobachten und wie sie sich fühlen. Dann stehen sie dem Alterungsprozess nicht hilflos gegenüber. Sie können anders reagieren als mit Rückzug und Resignation.

Kurse der Erwachsenenbildung können älteren Menschen mit geistiger Behinderung zudem Anreiz und Anregung sein, sich im veränderten Rhythmus auch weiterhin zu bewegen, aktiv zu sein und zu lernen.

Alzheimer

Bisher sind weder Ursachen der Alzheimer-Krankheit bekannt noch geeignete Heilmethoden gefunden worden. Der Nachweis der Krankheit ist meist erst durch eine Autopsie nach dem Tod möglich. Jedoch haben Untersuchungen gezeigt, dass bei jedem Menschen auf dem Chromosom 21 ein Gen liegt, das die Entstehung der Alzheimer-Krankheit begünstigt. Bei Menschen mit Down-Syndrom ist durch das dreifache Vorhandensein des Chromosoms 21 die Wahrscheinlichkeit, die Krankheit zu bekommen, etwas größer als bei anderen mit normalem Chromosomensatz.

Die Symptome der Alzheimer-Krankheit sind bei Menschen mit Down-Syndrom sehr unterschiedlich. In der Frühphase der Krankheit ist Gedächtnisverlust nicht immer präsent, und nicht alle Symptome, die mit Alzheimer-Krankheit assoziiert werden, sind erkennbar. Generell sind Veränderungen der täglichen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten als Erstes feststellbar. Die betroffenen Personen können depressiv werden.

Trotz des höheren Risikos ist die Erkrankungsrate längst nicht so dramatisch wie des Öfteren geschildert wird.

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