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Berufswahl

Kinder, die eine Schwester oder einen Bruder mit Behinderung haben, werden früh gefordert. Oft entwickeln sie dabei für ihr Alter aussergewöhnlich hohe Sozialkompetenzen, sind überdurchschnittlich belastbar und reif. Doch es gibt auch Kinder, die mit dieser Situation überfordert sind.

Manche 16jährige haben bereits ganz konkrete berufliche Ziele, andere haben keine Ahnung. Wunsch und Realität können manchmal stark auseinanderdriften. Jugendliche mit einer geistigen Behinderung tun sich mit der Selbsteinschätzung oftmals besonders schwer.

Umso wichtiger ist es deshalb, dass sie sich früh genug mit der Berufswahl und den aktuell möglichen Ausbildungswegen auseinandersetzen. Daher sind Angebote der Sonderschulen wie berufsvorbereitende Unterrichtseinheiten oder Schnuppertage so wertvoll.

Bei stärker beeinträchtigten Jugendlichen dauert die Schulzeit meistens bis 18. Diese Verlängerung ist pädagogisch und praktisch begründet: Kinder mit einer geistigen Behinderung lernen langsamer. Aber auch das fehlende Angebot an Berufsausbildungen führt dazu, dass viele länger in der heilpädagogischen Schule bleiben. Diese Übergangszeit gilt es zu nutzen, um Anschlussmöglichkeiten zu prüfen und zu organisieren.

Checkliste Berufsvorbereitung

Berufsberatung

Schon früh, in der Regel ab der siebten Klasse, beginnen sich heute Jugendliche oder ihre Eltern mit der Berufswahl auseinanderzusetzen. Um eine Verfügung der IV für eine berufliche Massnahme zu erhalten ist die Inanspruchnahme der regionalen IV-Berufsberatung zwingend. Die Berufsberaterin klärt mit den Betroffenen ab, welche Berufe und Ausbildungswege bzw. Ausbildungsstätten in Frage kommen. Zunächst wird aber die zukünftige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eingeschätzt. Nur wer zukünftig einen rentenreduzierenden Lohn erwirtschaften kann, erhält eine IV Verfügung für eine berufliche Massnahme und somit Zugang zu einer Praktischen Ausbildung PrA oder IV-Anlehre.

Neben der IV-Berufsberatung gibt es noch andere Organisationen und Institutionen, die bei der Berufsorientierung ihre Unterstützung anbieten.

Es lohnt sich auf jeden Fall, die verschiedenen Ausbildungsorte mit dem Jugendlichen auch einmal zu besuchen, um sich ein konkretes Bild zu machen und Eindrücke zu sammeln. Auf der Homepage von INSOS sind alle Institutionen zu finden, die v Praktische Ausbildung nach INSOS in verschiedenen Bereichen anbieten. Je nach Behinderungsgrad lohnt sich auch der Versuch, die allgemeine Berufsberatung hinzuzuziehen.

Eine besondere Vorbereitungshilfe bietet die Methode der persönlichen Zukunftsplanung. Dabei erörtert eine Gruppe von Privat- und Fachpersonen aus dem persönlichen Umfeld – der sogenannte „Unterstützungskreis – gemeinsam mit dem Jugendlichen seine eigenen Interessen und Fähigkeiten. Jeder Teilnehmende aus dem Unterstützungskreis übernimmt anschliessend einen Bereich, von dem er denkt, dass er die Person darin unterstützen kann und möchte. So kann die grosse Verantwortung, die meist hauptsächlich auf den Eltern lastet, auf viele Personen aufgeteilt werden. Das grosse Beziehungsnetz, das sich daraus ergibt, öffnet wiederum neue Türen.

Die Methode wird derzeit in der Deutschschweiz etabliert. Sie wird teilweise direkt in Institutionen angewandt, aber auch von unabhängigen Coaches angeboten. In der Romandie ist die Methode noch nicht bekannt.

Brückenangebote und berufsvorbereitende Massnahmen

Für Jugendliche ohne unmittelbare Anschlussmöglichkeit sind Brückenangebote gefragt. Das können z.B. Schnuppertage während der verlängerten Sonderschule sein oder Vorlehren. Diese Angebote und deren Finanzierung sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich ausgestaltet. Sie berücksichtigen Menschen mit Behinderung noch zu wenig.

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