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Mit dem Alter

Im Erwachsenenalter lockert sich die Geschwisterbeziehung normalerweise, die Wege der Geschwister gehen auseinander. Bei Geschwistern von Menschen mit Behinderung gestaltet sich diese Beziehung etwas anders; für die behinderten Geschwister sind Brüder und Schwestern lebenslang wichtige Bezugspersonen.

Die meisten Eltern behinderter Kinder setzen sich früh mit ihren Erwartungen an die nicht behinderten Geschwister auseinander. Oft befinden sie sich dabei in einem Dilemma: Einerseits möchten sie die Geschwister nicht mit Verantwortung und Aufgaben belasten, andererseits hoffen viele, dass die Geschwister den behinderten Bruder oder die behinderte Schwester später unterstützen.

Studien belegen, dass eine enge Verbundenheit mit dem behinderten Geschwister im Erwachsenenalter mit einem Zusammengehörigkeitsgefühl und gemeinsamen Aktivitäten in der Kindheit zusammenhängt: Bei Geschwistern, die über wenig Gemeinsamkeiten in der Kindheit berichten, finden sich geringere Berührungspunkte im Erwachsenenalter und eine eher auf Pflichtgefühl beruhende Verantwortung für das behinderte Geschwister.

Werden die Eltern selber pflegebedürftig und können die Verantwortung für ihr Kind mit Behinderung nicht mehr übernehmen, wird die gesamte Familie vor eine besondere Herausforderung gestellt. Wer kümmert sich nun um die Aufgaben, die bis anhin die Eltern wahrgenommen haben?

Kinder mit einer geistigen Behinderung werden zwar erwachsen, aber nie völlig unabhängig. Erlangen sie die Volljährigkeit, kann es angezeigt sein, dass die vormundschaftlichen Behörden zu ihrem Schutz und für ihre Unterstützung eine Massnahme festlegen.

Beistandschaften nach Mass

2013 trat das neue Erwachsenenschutzgesetz in Kraft. Dieses sieht zukünftig vier Arten von Beistandschaften vor:

Die Begleitbeistandschaft

wird für bestimmte Angelegenheiten mit Zustimmung der Person eingerichtet, wenn diese begleitende Unterstützung braucht. Sie lässt die Handlungsfähigkeit unberührt.

Die Vertretungsbeistandschaft:

Der Beistand vertritt die betroffene Person für bestimmte Angelegenheiten. Die Handlungsfähigkeit kann – muss aber nicht – entsprechend eingeschränkt werden.

Die Mitwirkungsbeistandschaft:

Die hilfsbedürftige Person braucht für bestimmte Handlungen die Zustimmung des Beistands und ihre Handlungsfähigkeit wird entsprechend eingeschränkt.

Die umfassende Beistandschaft:

Bezieht sich auf alle Angelegenheiten der Personensorge, der Vermögenssorge und des Rechtsverkehrs. Diese Beistandschaft ist vergleichbar mit den aktuellen Vormundschaften und der erstreckten elterlichen Sorge, die mit dem Inkrafttreten des neuen Rechts nicht mehr existieren.

Haben die Geschwister ein gutes Verhältnis untereinander und entspricht es ihrem Wunsch, besteht die Möglichkeit, den Bruder oder die Schwester als Beistand/Beiständin einzusetzen. Die Beistandschaft können auch mehrere Geschwister gemeinsam übernehmen.

Das neue Erwachsenenschutzgesetz sieht für Geschwister diverse Vereinfachungen vor, wenn sie die Aufgabe eines Beistands übernehmen: so können sie etwa von der Pflicht befreit werden, den Behörden regelmässig Bericht zu erstatten und Rechnung abzulegen.Auch wenn eine Drittperson mit einer Beistandschaft beauftragt wird, verbleiben viele Aufgaben bei den Geschwistern. Sie können ihrem besonderen Bruder, bzw. ihrer speziellen Schwester eine tragfähige Beziehung anbieten.

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