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Erste Schritte Geschwister In der Schule Sonderpädagogik Abklärungsverfahren Richtung Integration Integration im Gesetz Berufsbildung Arbeit Sexualität Alt werden
Abklärungsverfahren

Welche Schule eignet sich für ein Kind mit einer geistigen Behinderung? Wer entscheidet über Art und Umfang seiner sonderpädagogischen Unterstützung?

In welcher Schule, in welche Klasse und mit welcher Unterstützung erfährt ein Kind mit geistiger Behinderung die beste Förderung? Soll es eine Sonderschule besuchen? Soll es in die Regeschule integriert werden? Auf alle diese wichtigen Fragen gibt es keine schnellen Antworten.

In der Schweiz existieren gegenwärtig noch kein einheitliches Abklärungsverfahren und keine nationalen Vorgaben, um festzustellen, welche sonderpädagogische und therapeutische Unterstützung ein Kind mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen erhält.

Jeder Kanton bestimmt das Vorgehen selbst, erlässt eigene Gesetze und definiert die Angebote. Idealerweise sind Eltern, Schule, Lehrpersonen und Fachdienste gleichermassen an der Entscheidungsfindung beteiligt. Den endgültigen Entscheid fällt in jedem Fall aber die kantonale Schulbehörde.

Mehr Klarheit, weniger Willkür

Fragen rund um die Einschulung beschäftigen die Eltern intensiv. Heute herrscht aber oft Unklarheit, wer worüber entscheidet, und es fehlen objektive Kriterien für die Zuweisung der sonderpädagogischen Massnahmen. Entscheide sind für Eltern nicht immer nachvollziehbar. Insbesondere wenn es um die integrative Schulung geht, fühlen sich Eltern häufig der Willkür ausgesetzt oder vom guten Willen von Einzelpersonen abhängig.

Für die Eltern sind drei Punkte sehr wichtig. Erstens darf die Abklärung nicht von der gleichen Stelle vorgenommen werden, die dann die Massnahme durchführt. Diese Trennung garantiert eine grösstmögliche Unabhängigkeit in der Entscheidung. Zweitens soll das Abklärungsverfahren nach vergleichbaren, also standardisierten Kriterien ablaufen. Und drittens müssen die Eltern als Partner in das Verfahren einbezogen werden.

Die Schulbehörden versuchen diesen Erwartungen zu entsprechen. So sieht die EDK, die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, in der interkantonalen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der Sonderpädagogik (Sonderpädagogik-Konkordat) ein standardisiertes Abklärungsverfahren vor. Es soll sicherstellen, dass den Bedürfnissen an Bildung und individueller Förderung von Kindern und Jugendlichen landesweit angemessen und in vergleichbarer Weise entsprochen werden kann. Ein entsprechendes Instrument befindet sich im Auftrag der EDK in Entwicklung.

Das Verfahren stützt sich massgeblich auf die „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ ICF der Weltgesundheitsorganisation WHO. ICF bietet eine allgemeine Terminologie zur nuancierten Erfassung und Beschreibung einer Behinderung. Der Blickpunkt liegt dabei vor allem auf den Folgen, die Krankheit und Beeinträchtigungen für eine Person haben. Damit stehen nicht mehr ihre Defizite und Grenzen im Zentrum, sondern die individuelle Unterstützung und die ihnen angemessene Hilfe.

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