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Sonderpädagogik

Die Sonderpädagogik ist Teil des öffentlichen Bildungsauftrags. Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche mit besonderem Bildungsbedarf. Dazu gehören insbesondere Kinder mit einer geistigen Behinderung. Ein Überblick über die verschiedenen Formen.

Kinder mit einer geistigen Behinderung haben ab Geburt und bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anrecht auf spezielle Förderung und Unterstützung. Die heilpädagogische Früherziehung beginnt möglichst früh und kann bis zwei Jahre nach dem Schuleintritt weitergeführt werden. In der Schule selbst stehen der Schülerin, dem Schüler sonderpädagogische Angebote zur Verfügung. Heilpädagogisch ausgebildete Lehrkräfte vermitteln den Kindern den Schulstoff so, dass der Unterricht ihren Fähigkeiten angepasst ist. Neben Lesen, Rechnen und Schreiben werden auch die manuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten geschult und die Schülerinnen und Schüler lernen, möglichst selbständig alltägliche Handlungen zu verrichten.

Die heilpädagogische Früherziehung und der sonderpädagogische Unterricht gehören gemäss Sonderpädagogik-Konkordat zum Grundangebot, das alle Kantone anbieten müssen, die dem Konkordat beitreten. Das Grundangebot umfasst ferner: Beratung und Unterstützung, Logopädie und Psychomotorik sowie die Betreuung in Tagesstrukturen oder die stationäre Unterbringung in einer sonderpädagogischen Einrichtung.

Auch wenn ein Kind besonderer Unterstützung bedarf, ist der Besuch einer Regelschule grundsätzlich möglich. Denn Sonderschulung ist nicht an den Ort gebunden. So sieht auch das Sonderpädagogik-Konkordat vor, dass die Massnahmen sowohl in der Regelschule wie in der Sonderschule durchgeführt werden können.

Integrierter Unterricht

Teilweise oder vollständige Integration von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf in Regelklassen. Eine heilpädagogische Lehrperson unterstützt das Kind mit einer geistigen Behinderung im Unterricht. Sie passt die Lernziele an seine Bedürfnisse an, bereitet den Stoff entsprechend auf und setzt geeignete Lehrmittel ein. Sie arbeitet intensiv mit der Klassenlehrperson zusammen und hält in der Regel den Kontakt zu den Eltern.

Sonderschulen

Sonderschulen sind für Kinder da, die hohen Unterstützungsbedarf haben und in der Regelschule keinen guten Lernort finden. Der Unterricht wird durch heilpädagogisch ausgebildete Lehrkräfte in kleinen Klassen erteilt. Das Angebot an Sonderschulen ist breit gefächert. Neben den regionalen Tagesschulen gibt es zahlreiche Sonderschulen, die auf bestimmte Behinderungsarten spezialisiert sind. Sie können mit einem stationären Angebot oder mit einer Betreuung in Tagesstrukturen verbunden sein.
Heute entwickeln sich die Sonderschulen vermehrt zu heilpädagogischen Kompetenzzentren.

Sonderklassen

Es gibt Kantone, die sogenannte Sonderklassen führen. In diese Klassen gehen ausschliesslich Kinder mit besonderem Bildungsbedarf, z.B. Kinder mit Lernschwierigkeiten. Sie sind in einem Regelschulhaus untergebracht.

Therapeutische Massnahmen

Zur Sonderschulung gehören neben den sonderpädagogischen Massnahmen im Unterricht auch pädagogisch-therapeutische Massnahmen wie Sprach- oder Körpertherapien. Das Sonderpädagogik-Konkordat führt in der Definition des Grundangebots lediglich die Logopädie und die Psychomotorik auf. Es steht den Kantonen jedoch frei, darüber hinaus weitere Therapien in ihr Angebot aufzunehmen.

Kosten

Die Kosten für die anerkannten Therapien und für die Sonderschulung trägt der Kanton. Die Sonderschulung ist wie die Regelschule unentgeltlich. Die Eltern müssen sich jedoch unter Umständen an den Kosten für Verpflegung und Betreuung beteiligen. Für Kinder, die aufgrund ihrer Behinderung den Weg zwischen Wohnort und Schule und/oder Therapiestelle nicht selbstständig bewältigen können, übernimmt der Kanton auch die Kosten des Transports.

Zurzeit sind die Kantone daran, die Sonderschulung neu zu regeln. Sonderpädagogische Konzepte und die rechtlichen Bestimmungen für die Sonderschulen sowie die Integration von Kindern mit einer Behinderung in die Regelschule befinden sich grossenteils noch in der Ausarbeitung. Das gilt auch für die Verfahren zur Abklärung, wer Anspruch auf welche sonderpädagogischen Massnahmen hat.

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