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Kinderwunsch

Viele behinderte Menschen wünschen sich Kinder und einige werden sogar Eltern. Wie geht man mit dieser Herausforderung um?

“Ich will auch ein Kind!” Ein bedeutungsschwerer Satz. Umso mehr, wenn er von einer Frau, einem Mann mit einer geistigen Behinderung geäussert wird. Doch der Wunsch ist verständlich: Menschen mit geistiger Behinderung bleiben nicht Kinder, sondern entwickeln sich zu Erwachsenen, die sexuelle Bedürfnisse haben und sich eine Partnerschaft wünschen, vielleicht sogar Eltern werden möchten. Und der Wunsch ist legitim: Wie das Recht auf selbstbestimmte Entfaltung der Sexualität, gehört auch die Fortpflanzung und Elternschaft zu den verfassungsmässig geschützten Grundrechten.

Trotzdem wirft der Kinderwunsch einer Person mit geistiger Behinderung einige schwerwiegende Fragen auf. Werden sich die Eltern trotz Behinderung selber um das Kind kümmern können? Wenn nein, wer sorgt für das Kind? Wer verhilft ihm zu seinem Recht, in einer Umgebung aufzuwachsen, in der seine geistige, körperliche, seelische und soziale Entwicklung gefördert und seine geistigen und körperlichen Fähigkeiten zur Entfaltung gebracht werden?

Schritt um Schritt

Angesichts der Tragweite der Thematik raten Fachleute, Schritt um Schritt vorzugehen.

A. Erster Schritt:
Situation klären: Was steckt hinter dem Kinderwunsch? Ist der Wunsch berechtigt und begründet?

B. Zweiter Schritt:
Die Fähigkeit des Paares, ein Kind pflegen und aufziehen zu können, abklären. Familienplanungsstellen, Fachleute (zum Beispiel eine Sozialpädagogin), Elternvereinigungen, Teilnahme an Diskussionen zum Thema usw. können die Eltern bei dieser Abklärung unterstützen.

C. Dritter Schritt:
Das Paar begleiten. In vielen Fällen geht es vor allem darum, das betroffene Paar bei seiner Trauerarbeit, seinem Abschied vom Kinderwunsch, zu begleiten. Kommt das “Projekt Elternschaft” jedoch zustande, sind die werdenden Eltern auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.

In der Schweiz gibt es ein Netzwerk, das sich auf die Elternschaft von Menschen mit einer geistigen Behinderung spezialisiert hat (Netzwerk Elternschaft).

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