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Sexualerziehung

Eine gute Sexualerziehung hilft dem Kind, seinen Körper besser zu verstehen und mit seinen Gefühlen und seiner Sexualität besser umzugehen.

Bringt Sexualerziehung dem Kind und Jugendlichen mit geistiger Behinderung überhaupt etwas? Fachleute – einschliesslich insieme Schweiz – bejahen diese Frage. Denn trotz ihres – leichten, mittleren oder schweren – intellektuellen Defizits haben Menschen mit einer geistigen Behinderung das Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Sex. Und auch sie müssen lernen, mit ihren Gefühlen, ihrer Sexualität und ihren Trieben umzugehen.

Menschen mit einer geistigen Behinderung haben das Recht, auch in diesem Bereich ihres Lebens informiert und unterstützt zu werden. Sexualerziehung ist ein Teil dieser Unterstützung.

Benachteiligt

Sexualerziehung ist für Menschen mit einer geistigen Behinderung umso mehr nötig, als sie im Vergleich zu anderen Menschen benachteiligt sind: Sie haben weniger leicht Zugang zu Informationen, weniger Möglichkeiten, sich mit Gleichaltrigen auszutauschen (kleine Geheimnisse, Erlebnisse, Gefühle etc.) und ihre ersten Erfahrungen zu machen. Zudem fehlt ihnen oft die Fähigkeit, die Veränderungen ihres Körpers zu verstehen und damit umzugehen.

Hier ein paar Gründe, die für eine Sexualerziehung sprechen:

A. Seinen Körper kennen
Dank Sexualerziehung lernt das Kind seinen Körper und die Bezeichnungen für die Sexualorgane und ihre Funktion kennen.

B. Lernen, mit seiner Sexualität umzugehen
Sexualerziehung hilft dem Kind bzw. Jugendlichen, seine Sexualität und die dazu gehörenden Erscheinungen wie Lust, Verlangen, Erektion etc. zu verstehen. Sie zeigt auf, wie Sexualität gelebt werden kann, zum Beispiel durch Selbstbefriedigung oder in einer sexuellen und/oder sinnlichen Beziehung ohne Scham und Gewalt.

C. Sich einen Wortschatz aneignen, um seine Bedürfnisse besser ausdrücken zu können
Sexualerziehung vermittelt dem Heranwachsenden das Kommunikationswerkzeug, das er braucht, um seine Erwartungen, seine Bedürfnisse und Ängste besser ausdrücken zu können.

D. Lernen, mit Nähe und Distanz umzugehen
Sexualerziehung hilft nicht nur, die körperlichen Vorgänge besser zu verstehen und mit ihnen umzugehen, sondern vermittelt auch den unverzichtbaren sozialen Kodex der Intimität.

E. Sich schützen können
Dank Sexualerziehung lernen Kinder und Jugendliche, Grenzen zu setzen, nein zu sagen und sich so vor Missbrauch zu schützen.

F. Eine Beziehung führen können
Dank Sexualerziehung lernen Kinder und Jugendliche, über Gefühle zu sprechen und mit ihnen umzugehen: Wie geht man eine Beziehung ein, was heisst es, den Andern zu respektieren, wie lebt man eine Liebesbeziehung und/oder Paarbeziehung?

G. Sexuell übertragbare Krankheiten (SüK) kennen
Sexualerziehung informiert über SüK und darüber, wie man sich vor ihnen schützt und/oder an wen man sich bei Betroffenheit wendet.

Sexualerziehung kann sehr früh beginnen. Das Kind lernt beispielsweise die Anatomie anhand von Aufklärungsbüchern für Kinder kennen. Oder die Eltern nehmen während der Pflege des Kindes die Gelegenheit wahr, die Körperteile inklusive Genitalien zu benennen und das Kind so in die Geschlechtlichkeit einzuführen („Du bist ein Junge, du bist ein Mädchen“ etc.).

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